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Tagestour 2011  (BuGa)
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Archiv 2011

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Bundesgartenschau 2011 in Koblenz

von Marie-Luise Mäurer

Im April 2011 eröffnete die Bundesgartenschau in Koblenz ihre Pforten. Für dieses Ereignis hatte die Stadt in Rheinland-Pfalz sich mächtig ins Zeug gelegt. Denn bis Oktober will sie mit einer aktuellen Blumenschau brillieren. Also egal in welchem Monat man sie besucht, es gibt immer optische Highlights. Einige Honigsmöhnen wollten das blumige Spektakel natürlich nicht ungesehen vorübergehen lassen und traten im Wonnemonat Mai die Reise mit der Bundesbahn in diesen gepriesenen Ort an.

Funmöhne Karin hatte alles bis ins Detail bestens organisiert. Vom Zielbahnhof aus ging es mit dem Shuttle-Bus 100, von einem weiblichen Raubein mit schriller Stimme chauffiert, zum Kurfürstlichen Schloss. Zur Auswahl standen drei abwechslungsreiche Schauplätze, in denen eine außergewöhnliche Verknüpfung von Blütenpracht, Gartenbau, Geschichte, Architektur, Landschaft und kulturelles Erbe angeboten wurde.

Unser Auftakt zum Blütenmarathon begann im Schlossvorplatz mit einer Bepflanzung von Frühjahrsblumen, wie Tulpen und Stiefmütterchen, in Form einer riesigen begehbaren Krone. Eine bunte Augenweide. Zielstrebig folgten wir den bereits zahlreichen Besuchern in den historischen, aber modern interpretierten Schlossgarten mit Rosen, Stauden und Gehölzen. Zweifelsohne war auch der Rhododendronhain mit Begleitpflanzen ein Publikumsmagnet.

Über die Rheinpromenade Konrad-Adenauer-Ufer gelangten wir zur Gondel-Station, übrigens eine Errungenschaft eigens für die Zeit der Gartenschau installiert. Die Seilbahn brachte uns auf die andere Rheinseite zur Festung Ehrenbreitstein. Es war ein erhebendes Gefühl, so mittemangs über unserem alten Vater Rhein zu gleiten. Am Eingang des Festungsparks angekommen, hieß es ausschwärmen, denn jede Möhne hatte natürlich andere Anziehungspunkte. Für alle aber begann eine spannende Entdeckungstour.

Wir ließen uns durch ein Meer von Blumen in den Freilandschauen treiben. Bewunderten neue Ideen, Nutz- oder Freizeitgärten zu gestalten, informierten uns über Wald im Wandel, Grabgestaltung und Denkmal. Unzählige Rosensorten, die leider noch nicht erblüht waren und rankende Waldreben in allen Schattierungen waren der Hingucker. Außerdem wurden auf dem Gelände verschiedene Ausstellungen, die Fotografie oder die Faszination des Handwerks betreffend, angeboten. Hier und da konnte man bei selbst gemachten Säften verweilen oder phantasievolle Spielplätze zum Klettern und Wasserplantschen bestaunen. Schließlich hatten wir uns eine Verschnaufpause in einem der vielen Selbstbedienungs-Restaurants verdient, um all das Gesehene sacken zu lassen. Als nächstes dann besuchten wir die gigantische Azaleen- und Rhododendronschau in einer der Blumenhallen. Ein Feuerwerk der Farbenpracht. In der zweiten Halle wurden exotische Orchideen und pflanzliche Besonderheiten wie Bonsai, Formgehölze und vieles mehr präsentiert, in deren Mitte Skulpturen meisterhaft ins Bild passten. Ein grandioses Szenarium, bei dem man die Frage nicht beantworten kann, wer hier die erste Geige spielt.

Zuletzt begaben wir uns durch ein Spalier von bunten Anpflanzungen in die Festungsmauern. Auch hier gab es einige Ausstellungen. Für den Genussmenschen z.B. über Weinanbau, schließlich ist die Region dafür bekannt. Vom Denkmal aus eröffneten sich weite Aussichten über Rhein- und Moselmündung. Im Blickfeld auch das Areal am Deutschen Eck, das mit prämierten Staudenausstellungen um einen Besuch warb.

Sehenswert wäre dort sicherlich auch der Blumenhof mit Skulpturen und der Paradiesgarten mit Pflanzen in Anlehnung an die biblische Mythologie gewesen. Doch das Angebot ist so überdimensional, dass man Prioritäten setzen muss. Denn schließlich sind die Festplatten im menschlichen Überstübchen nur bedingt aufnahmefähig. Die Floristik-Ausstellungen in den historischen Räumen der Festung allerdings standen noch auf unserem Programm.

Leider überraschte uns ein Gewitter, sodass wir nach kurzer Stärkung versuchen mussten, möglichst schwebend wieder auf die andere Seite zu gelangen. Durch aberzählige Gehölze und abwechslungsreich angelegte Rabatten trafen wir schließlich im Schlosspark-Cafe wieder zusammen, bevor es gemeinsam in die Heimat ging, wo noch ein gemütliches Abendessen beim Jugoslawen wartete. Auf jeden Fall wird uns dieser Trip noch lange an einen schönen Tag in Koblenz erinnern.