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Schiffstour des BMVG
von Marie-Luise Mäurer
Der Festausschuss BMVg hatte gemeinsam mit dem Bundeswehrsozialwerk zu einer Musikalischen Panoramafahrt auf dem Rhein eingeladen. Da ja in jedem Jahr ein paar Möhnchen baden gehen, wäre das doch wieder ein guter Anlass, unsere soziale Ader pulsieren und unseren karnevalistischen Humor auf dem Schiff zu verbreiten, wie unsere Miriam logisch folgerte. Also mischten wir uns trotz Hühnergrippe, Vogelgrippe und Schweinegrippe unters Volk. Wenn auch manche Schöngeister raten, sich stattdessen zu Hause einzuschließen. Aber wie man es dreht und wendet, es wird sowieso andauernd ein Schwein durchs Dorf getrieben. Desterwegen trafen sich am 05.Juni 2009 einige Honigsmöhnen mit Anhang gegen 17:30 Uhr am Brassertufer um vorzuglühen. Ab 18:30 Uhr war Einlass auf dem Galerie-Schiff „Wappen von Bonn“. Und schon bald saßen wir auf dem Chaiselongue im Salon und warens guter Dinge. Die Tische waren puppenstubenmäßig handlich. Für unsere Begriffe etwas sehr petit. Das könnte schwierig werden, unfallfrei mit Messer und Gabel umzugehen, wenn das Essen serviert wird. Wir bestellten erst mal Flüssiges. Nur so viel kann gesagt werden, dass wir am Schwinden des Sektvorrates im Laufe des Abends maßgeblich beteiligt waren. Dann kam so eine Art Vorprogramm. Demzufolge erst eine Colaflasche einen zirkusreichen Salto machte, Glasscherben flogen, das edle klebrige Nass sich über Handtaschen und mehr ergoss, mein Brillenbügel abbrach, ich fortan nur noch verschwommen sah und zu allem Überfluss dann noch ein Glas Wasser über Ulrikes Balkon schwappte. Ergo wurde erst mal gewischt. Nachdem das abgehakt war, konnte getanzt werden. In den Pausen zeigten Profis, was sie so unter Tanzen verstehen. Ihre Showeinlagen waren wirklich spitze. Toll für den Augenblick, konnten die Ungeübten aber wenig beeindrucken, denn später war die Tanzfläche wieder rappel voll. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung auf dem Schiff. Ulrike gab den Schwank vom Nopers Pitter zum Besten. Das Ding hatte mindestens 100 Strophen und brachte die grauen Zellen ganz schön in Schwulitäten. Wer da noch ein Auge hatte für das jeweilige Ufer, an dem unser Schiff majestätisch vorbei schwamm, bekam was geboten. Mir Bönnsche sind mit so viel schöner Gegend vor unserer Haustür ja wirklich privilegiert. Und weil alles wieder so schön war, machen wir das bestimmt mal wieder.
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