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Muttertag 2008
su soh dat us

Archiv 2008
Damenkomitee
Honigsmöhne Bonn e.V.
von 1889
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Session 2020/2021

He jit et Aktuelles

 

su soh dat us Archiv 2008

Muttertagswanderung

von Marie-Luise Mäurer

Nachdem der Internationale Frauentag emotional spurlos an uns vorübergegangen war, konzentrierten wir uns auf den Muttertag. Weil sich nun die Floristen sorgten, ihre Blumen nicht an die Mutter zu kriegen, weil Muttertag und Pfingsten nach dem Kalender auf einen Tag fielen, verlegten sie diesen hohen Feiertag kurzfristig auf den 04. Mai.
Uns war es recht, wir sind ja ungemein flexibel. Und da Honigsmöhnen nicht nur in der fünften Jahreszeit aktiv sind, zudem sehr naturverbunden, wanderten wir. Der Ennert, grünes Kleinod vor unserer Haustür, war unser Ziel.
Ausgangspunkt war der Toom-Markt in Pützchen. 9 Honigs­möhnen, darunter auch unsere Präsidentin Ulrike Lingscheid, Bonna in spe Miriam Schmitz, Gaby Dahl-­Biercher, Eva Stellmach, Liesel Lebang, Erika Ditscheid, Bettina Schwabe, Dörthe Friedrich-Heinrich und ich marschierten bei tollstem Wetter mit prall gefüllten Rucksäcken ein Stück Pützchens Chaussee und dann gleich rechts in de Bösch.
Der erste Baumstumpf kam uns gerade recht für eine Pause. Und weil die Waldluft zwar gesund, aber furchtbar drüsch, musste die erste Flasche Sekt dran glauben. Da wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, zogen wir nach kurzer Pause weiter durch das Gefilde. Wir waren natürlich nicht allein unterwegs, Jogger begegneten uns und Wanderer, nicht zu vergessen das gefiederte Völkchen, das im Wonnemonat Mai einen Zwischenstopp in unseren Wäldern einlegt.
Die zweite wohlverdiente Rast machten wir in einer Hütte. Und weiter ging es bergauf und bergab, so weit die Füße tragen bis zu einem freien Platz, wo man einen schönen Blick auf unsere Rheinlandschaft werfen kann. Wir hatten nur Augen für dieses Prachtteil von Tisch, auf dem die mitgebrachten Köstlichkeiten ausgebreitet wurden. Bettina spannte ihren Mini-Knirps darüber, als hätte sie Angst, sie würden wieder weggenommen. Es war ein Bild für die Götter. Komplimente über die Mitbringsel flogen hin und her, oder waren es eher Trinksprüche…
Auf jeden Fall ließen wir es uns gut gehen. Wellness für Körper und Seele. Wo wir sind wird meistens auch gesungen. Das sollten wir eigentlich vermarkten, Sponsoren und Werbe­partner werden gerne gesehen. Mit ihrem angeborenen 7. Sinn kredenzte Ulrike kleine magenfreundliche Ramazotti, neun an der Zahl. Und damit niemand einnickt, gab es auch noch Cappuccino, natürlich in Flaschen.
Gestärkt landeten wir auf unserer letzten Etappe auf dem Pappelsberg, mit 1941 m die höchste Erhebung Bonns. Der Weg ging weiter bis Vinxel, wo wir eine Straße querten und zur großen Belustigung auf dem Krötenwanderweg wieder im Wald verschwanden. Letzte Rast hielten wir wieder in einer Hütte. Hier wurden auch die letzten Flüssigkeiten vernichtet.
Festgehalten werden muss spätestens hier, dass der Sonnenschein uns treu blieb und kein einziger Regentropfen fiel, was ja für hiesige Verhältnisse schon fast an eine Dürreperiode grenzt. Nach kurzer Wegstrecke tat sich dann vor uns ein tolles Panorama auf, im weiten Rund Weinstöcke. Wir hatten das Weingut Sülz erreicht, wo wir den herrlichen Tag ausklingen ließen.